BRIDGEHOUSE Blog

 

Hier teilen wir mit Dir, was uns gerade hilft. Von Mensch zu Mensch. Es passieren durch Covid 19 Dinge, die keine und keiner von uns steuern kann. In vielen Momenten fühlen wir uns hilflos – und das können wir nicht leiden. Auch wenn wir davon überzeugt sind, dass wir zwar nicht jede Situation beeinflussen können, aber immer unseren Umgang damit, spüren wir jetzt besonders, dass das alles andere als leicht ist. Deshalb tauschen wir uns darüber aus, was uns hilft, untereinander und mit befreundeten Kolleginnen und Kollegen. Unsere Ausbeute findest Du hier. Wir wünschen uns, dass die Beiträge auch Dich unterstützen – im Umgang mit Deiner eigenen Stimmung, mit Deiner Familie, Deinen Freunde und dem was Dir in der Gesellschaft gerade begegnet. Klick Dich durch – und pass auf Dich auf.

Sturmerprobt

An der Nordesse spricht man bei Windstärke zehn von »ein büsschen Wind«. Man könnte meinen, dass wir es gerade mit etwas mehr als einem Orkan zu tun haben.

 

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Vermutlich hast Du in Deinem Leben auch schon den ein oder anderen Sturm erlebt, bist sturmerprobt. Sich dessen bewusst zu werden, kann helfen, sich in Phasen wie diesen, der vorhandenen Stärken, Talente und Fähigkeiten bewusst zu werden und darauf zurückzugreifen.
 
Vielleicht hilft diese Übung, Deine Erinnerungslücken in Bezug auf deine Krisenexpertise aufzufrischen. Nimm Dir etwas Zeit und etwas zu schreiben zur Hand und formuliere zehn Situationen, die Dich in der Vergangenheit gefordert haben. Dir fallen keine zehn Herausforderungen ein? Dann nimm zwanzig. Es geht hierbei auch um Quantität. Denn erfahrungsgemäß gibt es viel mehr herausfordernde Situationen, die wir bereits erfolgreich gemeistert haben, als wir manchmal erinnern.
 
Problem
Vielleicht war Dein erster Impuls bei diesem Problem »Kann das bitte jemand anderes machen?!« Schildere die Situation, vor der Du gestanden hast, was genau war die Herausforderung, was genau die Schwierigkeit für Dich?
 
 
Action
Schildere, was genau Du unternommen, was Du getan hast, wie Du gehandelt hast, um das Problem zu lösen?
 
 
Resilience
Welche Fähigkeiten, welches Wissen und welche Talente hast Du genutzt, um das Problem zu lösen?
Worauf konntest Du Dich verlassen?
Auf wen konntest Du Dich verlassen?
Was hat Dich stärker gemacht?
Was hast Du gelernt?
Was hast Du für Dich getan?
 
 
Fazit
Was von dem, was Du aufgeschrieben hast, kommt Dir in der heutigen Phase zu Gute?
Was kannst Du nutzen, worauf zurückgreifen, um gut durch diese aussergewöhnliche Zeit zu kommen?
 
Viel Spass beim Reflektieren, Erkennen und Nutzen.
 
 
 
PS: Du bist großartig!

 

 

 
Susanne Oldenburg

Was jetzt möglich ist!

Eieieieieieieiiiiiii, das ist ein ein dicker Fisch, dieses Corona-Thema. Egal in welche Ecke man schaut, es gibt einfach zu viele Aspekte zu betrachten, zu viele Fragezeichen, zu viele Unsicherheiten, zu wenige Perspektiven. Die Komplexität ist zu umfangreich, um für sich selbst beruhigende Gedanken zu finden. Das kann Angst in uns hervorrufen – ein gewaltiges Gefühl.

 

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Was tun, wenn diese Emotionen hochkommen? Atmen ist immer eine Möglichkeit. Tatsächlich, bewusstes tiefes Bauchatmen. Vier- bis fünfmal bewirken schon Wunder.
 
Was noch? Sich bewusst zu machen, was in diesem einem Moment, also JETZT, möglich ist und was dennoch geht. Was kann ich jetzt tun, wenn das was ich normalerweise tun würde, um mich zu zerstreuen oder abzulenken nicht möglich ist? Im Jetzt geht viel viel mehr als wir manchmal ahnen. Ich kann jetzt zu meinen Hochbeeten gehen, und nachschauen, ob meine ausgebrauchte Saat schon beginnt zu grünen. Ich kann jetzt ein Nickerchen machen, was ich mir sonst nicht erlaube. Ich kann jetzt mein Lieblingsgericht kochen. Ich kann jetzt mit jemanden sprechen, der mir gut tut. Ich kann…ich kann jederzeit im Jetzt entscheiden, etwas zu tun, was mir unter den gegebenen Umständen Freude macht. Mir innere Ruhe gibt.
 
Dadurch behalten wir im Kleinen die Kontrolle über unser Leben, können gestalten und werden nicht zum Spielball der äußeren Umstände. 
 
Der Fokus auf das Jetzt lässt uns selbstbestimmt und selbstwirksam sein. Damit stärken wir zwei unserer Grundbedürfnisse: Freiheit und Autonomie. Und unsere Resilienz, die uns widrige Phasen gut überstehen lässt. 
 
 
 
Susanne Oldenburg

Home Office Love Affair

Liebe zu Zeiten der Corona, Liebe im Lockdown.
Ein paar Gedanken und Ideen zu Romantik im Home Office.

 

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Drei Wochen Lockdown. Drei Wochen Home-Office. Drei Wochen Home-Schooling. Drei Wochen mit der Familie zuhause. Eine ziemliche Herausforderung allen und allem gerecht zu werden. Wir feilschen um Bürozeiten. Wer kauft wann ein? Haushalt, kochen, Kinder. Vor lauter organisieren, abstimmen und optimieren vergisst man sich selbst und seine Beziehung als erstes. Wie schaffen wir es eigentlich bei all dem Chaos und noch so etwas wie eine gesunde Beziehung zu führen und nicht nur nebeneinander zu funktionieren. »Wir sehen uns um 23.00 Uhr und machen gemeinsam das Licht aus.« Das war die letzte Wochen unser Leitsatz.

Diese Woche haben wir etwas anders gemacht. Kleinigkeiten, die unsere Gefühlswelt positiv beinflussen.

  1. 2x pro Tag. 15 Minuten Paarzeit. Für einen gemeinsam Kaffee oder Tee in der Sonne. Ohne Handies.
  2. Einmal pro Woche: Formal Friday. Also Datenight mit ordentlicher Kleidung. Als würden wir ausgehen. Fühlt sich komisch an, sich zuhause zu verabreden. Aber ein Abend mit gemeinsamen Essen ohne Kinder. Dafür mit einer guten Flasche Rotwein.

Das sind zwei kleine Schritte. Mehr haben wir uns erstmal gar nicht vorgenommen. Klingt fast banal. Hat uns aber geholfen. Was fällt dir ein? Ich würde mich über Ideen freuen.

 

Nils Haseborg

Bloß Langeweile aufkommen lassen

Wochenlang alleine zuhause. Das klingt furchtbar langweilig. Ist es auch. Ein kleiner Text darüber wie großartig das eigentlich ist.

 

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Vielleicht kennst du das auch? Gestern habe ich meine Kinder gefragt, wie sie es denn zuhause finden. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen:

»LAAAAAAANGWEILIG!!!!!«

Einerseits natürlich nachvollziehbar. Den ganzen Tag zuhause. Und das auch noch mit den eigenen Eltern. Das kann ja nur langweilig sein. Merkwürdigerweise erlebe ich das aber ganz anders. In meiner Wahrnehmung lernen unsere Kinder gerade das Spielen neu. Was vorher in unserem Hochgeschwindigkeitsalltag undenkbar war, passiert plötzlich wieder: Unsere Kinder tauchen stundenlang in Fantasiewelten ab, bauen sich gegenseitig Geschichten rund um ein Stück Holz oder eine Playmobil-Figur. Sie bauen gewaltige Bauwerke aus Pappe und diesen kleinen Holzsteinen. Immer wieder schmeißen sie mich aus dem Zimmer mit den Worten: »Lass uns in Ruhe Papa. Wir wollen spielen.« Unsere Kinder tun plötzlich so viele Dinge, zu denen sie sonst schlicht und ergreifend keine Zeit haben. Langweile sorgt für eine unfassbare und beeindruckende Kreativität. Und zwar nicht nur bei unseren Kindern. Erwiesenermaßen auch bei Erwachsenen. Das ist auf jeden Fall ein Vorsatz, den ich mir für die Post-Corona-Phase mitnehme. Mal wieder so richtig langweilen. Mal sehen, was da rauskommt. Ich freue mich drauf.

 

Nils Haseborg

 

If you can’t go outside, just go inside

Mentales Überleben in Zeiten des Zuhause-Kollers durch Einstiegsmeditation

 

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Ich kriege jetzt dann bald die Krise. 24 Stunden zuhause! Seit drei Wochen! Nur kurz runter zum Bäcker um Brot zu kaufen. Mein Highlight heute? Tanken an der Tankstelle! Oh Mann, wann hört das endlich auf? Wie schaffe ich es in Zeiten in denen es noch nicht mal eine Exit-Perspektive gibt, die Hoffnung nicht zu verlieren?

Es ist zwar gefühlt alles ganz ruhig; jeder Tag fühlt ich wie ein kleiner Sonntag an.
Aber in meinem Kopf, da rasen die Gedanken: 

Bleiben wir alle gesund? Wann kommen endlich wieder Aufträge rein? Die Schule, wann startet sie wieder und schaffen es die Kinder trotz home schooling und den damit verbundenen Herausforderungen im Schuljahr mitzuhalten? Gibt es dieses Jahr überhaupt ein Schuljahr? Können wir in den Pfingstferien nach Frankreich fahren? Etc.!
Es rast in meinem Hirn.

Durch 30 minütiges Meditieren bin ich wieder runtergekommen. Zu mir selbst. Ich habe mich quasi wieder eingefangen. Ich habe immer gesagt: »Ich brauche das nicht und ich kann das auch gar nicht.«. Stimmt beides nicht. Es ist ganz hervorragend UND hilft! Obiger Satz hat mich davon überzeugt. Also: just go inside!

Wie das geht?

Morgens, gleich nach dem Aufstehen für 30 Minuten ab aufs Sitzkissen. In den Schneidersitz.
Sound an und auf den YouTube Meditations-Link geklickt.
Die Augen schließen und los geht’s.
Mit dem vier Wochen Programm von Dr. Joe Dispenza wartet jede Woche eine neue Stufe der Meditation darauf von Euch entdeckt zu werden.

Und das ist erst der Anfang, die Reise in’s Ich hat gerade erst begonnen!

 

Philipp Steinle

Paris! Wenigstens im Herz und im Ohr

Ein Stückchen Paris, ein Stückchen gute Laune für Zuhause

 

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Seit Corona ist bei uns Zuhause gefühlt jede Menge »Hätte, hätte Fahrradkette«! 
Eigentlich hätten wir nach Paris fahren sollen. Mit dem TGV. Von München nach Paris. Direkt in 5,5 Stunden. Im VI. Arrondissement hatten wir über Airbnb eine Wohnung gemietet; mit 2 Schlafzimmern für uns und die Kinder! Wie schön wäre das geworden: Frühstück im Quartier Latin, Bootsfahrt auf der Seine, Austern schlürfen in der Rue Dauphine, mal wieder einen Abstecher machen in die Buddha Bar. Freunde treffen. Lachen. Das »Savoir Vivre« genießen. Diesmal hätte ich mir bestimmt auch mal wieder eine neue Sonnenbrille gekauft. Hätte, hätte, hätte.

Merde! Nichts davon wird jetzt diese Osterferien passieren. C’est si dommage!


Kleiner Lichtblick, der gute Laune macht und ein Stück Paris, Savoir Vivre und Großstadt nach München holt:
Ich habe den französischen Sender Fun Radio entdeckt.

Manchmal weiß ich gar nicht, was ich besser finde: den echt coolen Dancefloor Sound oder die französische Radiowerbung die mich immer daran erinnert, dass ich ein »verloren gegangener« Franzose bin! Paris, Du fehlst mir. Bis ganz bald. Bissous!​

 

 

Philipp Steinle

Pasta à la Pareto

Mit dem Pareto Prinzip den Quarantäne Haushalt organisieren

 

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Vier Wochen zuhause mit der Familie. Bei vollem Job. Wow. Vor vier Wochen hätten wohl die meisten von uns darauf gesagt: »Nie im Leben. Wie soll das denn gehen?« Und vier Wochen später sagen wir uns: »Es geht. Aber wie eigentlich?« Wie schaffen wir alle das alles eigentlich? Die Antwort kam uns erst in Woche zwei. »Pareto«“ Oh, Gott. Darüber sprechen wir oft in Trainings wenn es um Agilität oder Zeitmanagement geht. Pareto. Lass uns das probieren.

Erst fühlte es sich merkwürdig an, der Wohnzimmer-Wand unsere wöchentlichen, familiären und beruflichen Jobs auf das Pareto-Prinzip hin zu überprüfen. Also darauf zu schauen wie man mit 20 Prozent des Zeiteinsatzes 80 Prozent des Ergebnisses erzielt. Und sich eben nicht an den letzten 20 Prozent abarbeitet. Wie bekommen wir z.B. den Einkauf dahin optimiert, dass wir mit 20 Prozent der Zeit 80 Prozent des Warenkorbes besorgen. Wie schaffen wir es mit 20 Prozent der Kochzeit 80 Prozent der Mahlzeiten zu produzieren (Ohne fünf Tage Dosenravioli)? Welche Dinge kann ich beruflich gerade auf das 80/20 Prinzip hin anpassen? Selbst unsere Kinder probieren sich jetzt daran. Mit wie wenig Aufwand sie ihre kleinen Jobs erledigen können – ohne dass jemand meckert. Heute Abend gibt es wieder Pareto Pasta. Also mit Pesto. Aus dem Glas.

 

Nils Haseborg